header aktuelles

LiveZilla Live Chat Software

Regionale Diskussionen zu Änderungen des Kinderförderungsgesetzes

In diesem Jahr steht eine Novellierung des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG) an. Die GEW Sachsen-Anhalt wird deshalb in den nächsten Wochen zu Diskussionsveranstaltungen mit Beschäftigten, Eltern, Trägern und Landespolitikern einladen. Grundlagen der Diskussionen werden die Positionen und Forderungen der GEW zu den notwendigen Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen sein (siehe Anlage). Sie resultieren aus Analysen der Entwicklungen in den Kindertageseinrichtungen. Aus Sicht der GEW muss insbesondere die Sicherung der fachlichen Ressourcen einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

 

„Wir stellen fest, dass die wachsenden Anforderungen bei der Umsetzung des Bildungsprogramms und die zusätzlichen Aufgaben im Rahmen der Inklusion sowie in sozialen Brennpunkten zu deutlichen Problemen bei der Qualitätssicherung führen. Das ist schlecht für die Kinder und Familien, belastet aber auch in zunehmendem Maße die Beschäftigten. Eine KiFöG-Novelle darf nicht nur die finanziellen und organisatorischen Zuständigkeiten zwischen Land und Kommunen klären, sondern muss auch Entscheidungen für eine deutliche Verbesserung der personellen Standards in den Kitas und einen erweiterten Einsatz von sonderpädagogischem Fachpersonal und Sozialpädagog*innen beinhalten“, erklärte dazu die Vorsitzende der
GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth.

In Sachsen-Anhalt werden im Kita-Alltag mindestens 8,6 Kinder unter drei Jahren von einer Fachkraft betreut, bei den Über-Dreijährigen sind es schon mindestens 16 Kinder pro Fachkraft. Derart ungünstige Betreuungsverhältnisse wirken sich nicht nur für die Kinder negativ aus, sondern erhöhen auch die Belastung der Kita-Fachkräfte. Hohe gesundheitliche Risiken für diese Berufsgruppe sind unmittelbare Folge. 

Die vorgesehenen Diskussionsveranstaltungen bilden den Auftakt zu einer Kampagne, mit der die GEW das anstehende Gesetzgebungsverfahren aktiv und sichtbar begleiten will. „Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, die Kritik unserer Kolleg*innen in die politische Diskussion einzubringen. Dazu werden wir die Kooperation mit anderen Verbänden und den Elternvertretungen suchen“, so Gerth weiter.

Die Veranstaltungen werden wie folgt ablaufen: Nach der Vorstellung der GEW-Positionen wird es eine offene und moderierte Diskussion zu den Schwerpunktthemen geben. Politiker*innen wird die Möglichkeit eingeräumt, ihre Positionen vorzutragen und darzustellen, welche Schwerpunkte sie im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens setzen wollen. Eine Podiumsdiskussion ist nicht vorgesehen.

Vertreter der Medien sind herzlich zur Diskussion und Berichterstattung eingeladen. Für Rückfragen steht Frank Wolters, Gewerkschaftssekretär der GEW Sachsen-Anhalt, unter 0391/73 55 441 oder 0179/12 15 206 zur Verfügung.

Die Veranstaltungen finden wie nachfolgend aufgeführt statt:

  • Magdeburg: Donnerstag, 11. Mai 2017, 17:30 Uhr, Haus der Gewerkschaften, Otto-von-Guericke Str. 6, Magdeburg
  • Dessau-Roßlau: Mittwoch, 17. Mai 2017, 17:30 Uhr, Volkshochschule/Mehrgenerationenhaus, Erdmannsdorffstr. 3, 06844 Dessau-Roßlau
  • Halle/Saale: Donnerstag, 18. Mai 2017, 17:30 Uhr, Berufsbildende Schule III, Eingang Gutjahrstraße, Gutjahrstraße 1, 06108 Halle
  • Flechtingen (Bördekreis): Mittwoch, 7. Juni 2017, 17:30 Uhr, Kur- und Vereinshaus Flechtingen, Vor dem Tore 2, 39345 Flechtingen
  • Halberstadt: Donnerstag, 8. Juni 2017, 17:30 Uhr, Restaurant „Lindenhof“, Spiegelsbergenweg 16, 38820 Halberstadt
  • Stendal: Donnerstag, 15. Juni 2017, 17:30 Uhr, Aula des Winckelmann-Gymnasiums, Westwall 26, 39576 Stendal

 

Drucken E-Mail