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GEW ruft zu Warnstreiks auf

Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen

Die GEW Sachsen-Anhalt hat für Mittwoch, den 6. April 2022, ihre Mitglieder in den kommunalen Kindertageseinrichtungen der Städte Magdeburg, Burg, Biederitz, Wanzleben, Halberstadt und Köthen sowie für Donnerstag, den 7. April 2022, in kommunalen Einrichtungen der Stadt Halle zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
Der Grund dafür ist, dass die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auch in der zweiten Verhandlungsrunde zu keiner der gewerkschaftlichen Forderungen ein konkretes Angebot vorgelegt hat. Die wichtigsten Forderungen nach einer besseren Bezahlung und Entlastung der Beschäftigten werden von den Arbeitgebern nach wie vor abgelehnt. Auch bei den weiteren Forderungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die in der zweiten Verhandlungsrunde zur Sprache kamen, gab es keine Bewegung.

GEW-Landeschefin Eva Gerth äußerte sich enttäuscht über die fehlende Bereitschaft der kommunalen Arbeitgeber, gemeinsam an fairen Lösungen für die Beschäftigten zu arbeiten: „Die Situation droht zu eskalieren. Die Kolleginnen und Kollegen sorgen seit Jahren dafür, dass der Laden läuft. Doch die Arbeitgeber ducken sich weg – mit der Beteiligung an unserem Warnstreik werden die Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen darauf antworten!
Wir gehen zwar nicht davon aus, dass Einrichtungen komplett geschlossen werden, allerdings werden unsere Mitglieder an diesen beiden Tagen nicht zur Arbeit gehen. Deshalb kann es zu deutlichen Beeinträchtigungen im Betreuungsbetrieb kommen. Die Eltern sind von uns frühzeitig informiert und um Verständnis gebeten worden. Der Streiktag in Magdeburg wird mit einem Fortbildungsangebot gekoppelt,“ so Gerth.

Die GEW Sachsen-Anhalt macht noch einmal auf den gewaltigen Fachkräftemangel im Sozial- und Erziehungsdienst und die besonderen Belastungen in den vergangenen zwei Jahren der Pandemie aufmerksam. „Fachkräfte fehlen an allen Ecken und Enden. Nur durch das unerbittliche Engagement der Kolleginnen und Kollegen wird seit Jahren der Betrieb aufrechterhalten. Der nächste Schritt zur Aufwertung ist längst überfällig. Ohne eine echte Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst werden wir die vielen nötigen Kolleginnen und Kollegen nicht gewinnen können!“, sagt die GEW-Landesvorsitzende.  

Seit dem 25. Februar 2022 verhandeln die Gewerkschaften mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über die Arbeitsbedingungen und die Eingruppierung der Beschäftigten im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst. Die GEW fordert, gemeinsam mit ver.di, die für die DGB-Gewerkschaften die Verhandlungen führt, von den Arbeitgebern eine echte Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Wertschätzung statt nur lobender Worte.  

Das Streiklokal wird am Mittwoch, den 6. April 2022, ab 8:30 Uhr im „Ratswaage Hotel Magdeburg“, Ratswaageplatz 1-2, 39104 Magdeburg eingerichtet.
Das Streiklokal in Halle wird am Donnerstag, den 7. April ab 8:30 Uhr im Café „Sonnendeck & Oberdeck“, Franz-Schubert-Straße 7a, 06108 Halle, eingerichtet.


Kontakt:

Frank Wolters
Gewerkschaftssekretär für Jugendhilfe und Sozialarbeit
0391/73 55 441
frank.wolters@gew-lsa.de

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