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GEW und fzs veröffentlichen gemeinsames Positionspapier zum Umgang mit Hochschulprüfungen unter Pandemiebedingungen

Der freie zusammenschluss von student*innenschaften e. V. (fzs) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben am Mittwoch, den 17. Februar 2021, in einer gemeinsamen Pressemitteilung ein Positionspapier mit dem Titel „Prüfungen trotz Pandemie? Nur solidarisch und verantwortungsbewusst!“ veröffentlicht. Darin setzen sie sich für einen solidarischen Umgang mit den bestehenden Herausforderungen der aktuellen Corona-Krise und ganz speziell für einen besseren Umgang mit Hochschulprüfungen unter Pandemiebedingungen ein.

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Sonderurlaub für Beamt*innen: Neuregelung wegen der COVID-19-Pandemie

Zum 22. Januar 2021 ist die zweite Corona Urlaubsverordnung LSA rückwirkend in Kraft getreten. Sie wird bis zum 31. Dezember 2021 gelten.

Danach erhalten Beamt*innen im Jahr 2021 für die Betreuung von erkrankten Kindern unter 12 Jahren oder eines behinderten und auf Hilfe angewiesenen Kindes für jedes Kind bis zu 18 Arbeitstage, insgesamt höchstens 43 Arbeitstage; Alleinerziehende für jedes Kind bis zu 35 Arbeitstage, insgesamt höchstens 89 Arbeitstage Sonderurlaub unter Fortzahlung der Besoldung.

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Impfschutz für alle Beschäftigten mit hohen Kontaktzahlen notwendig

Von Politik und Gesellschaft wird zu Recht der Betreuung und Beschulung von Kindern und Jugendlichen in Zeiten der Pandemie eine besondere Bedeutung beigemessen. Aus Sicht der GEW Sachsen-Anhalt ist es jedoch nicht nachvollziehbar, dass in diesem Zusammenhang halbherzige Entscheidungen getroffen werden, wenn es um einen prioritären Impfschutz für die Beschäftigten in Kitas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen geht. Zum Schutz von Gesundheit und Bildung wären vielmehr schnelle und flächendeckende Impfangebote für alle Beschäftigten mit vielen direkten Kontakten zu anderen Menschen notwendig.

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Alleingänge des Bildungsministers nicht hilfreich – Präsenzunterricht frühestens unter einer Inzidenz von 50 Fällen

Die gestern vom Bildungsministerium Sachsen-Anhalt veröffentlichten Pläne zum weiteren Vorgehen an den Schulen stoßen bei der GEW Sachsen-Anhalt aus mehreren Gründen auf Unverständnis und Ablehnung. Zum einen erfolgte die Ankündigung im Vorgriff auf die Runde der Regierungschef*innen nächste Woche und ohne Abstimmung mit den Personalvertretungen. Zum anderen bedeutet eine Aussetzung der Präsenzpflicht ab einer 200er-Inzidenz faktisch die vollständige Öffnung der Schulen mit erheblichen Mehrbelastungen und ohne Möglichkeiten der Planung und Steuerung.

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Memorandum: Perspektiven schaffen – Schulen ohne Gefährdung für alle zugänglich machen!

Schule ist ein elementarer Lebensraum für Kinder und Jugendliche sowie ein wichtiger Bildungs- und Kommunikationsort. Nach dem Ende der Winterferien müssen deshalb alle Schüler*innen nach dann zwei Monaten coronabedingter Schulschließungen wieder die Möglichkeit erhalten, ihre Schule – u.U. in kleineren Gruppen – zu besuchen und sich – unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen für Schüler*innen und Beschäftigte – zu treffen und auszutauschen. Die Lern- und Arbeitsprozesse und das soziale Miteinander in den Schulen müssen wieder mehr Raum bekommen. Für die Schritte des Übergangs müssen Inzidenzwerte festgelegt werden, die sich an den Veröffentlichungen des RKI orientieren, damit dieser Prozess für alle Beteiligten planbar wird.

Bildungsungerechtigkeit verhindern – jeder einzelne Tag zählt!

Durch die höchst unterschiedlichen Voraussetzungen für das Distanzlernen in den Schulen und in den Familien nimmt mit fortschreitender Dauer der Komplettschließungen die Bildungsungerechtigkeit mit jedem Tag zu. In den Familien, vor allem bei Alleinerziehenden, wachsen Stress und Spannungen, da Homeschooling und berufliche Anforderungen kaum noch vereinbar sind. Schüler*innen, die besonderer Förderung und Hilfe bedürfen, müssen jetzt dringend in den Fokus gerückt werden. Dafür werden, neben den Lehrkräften, mehr denn je auch pädagogische Mitarbeiter*innen, Sozialarbeiter*innen und weitere geeignete Unterstützer*innen benötigt.

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Gefährdungen auch an Berufsschulen konsequent vermeiden

Nach den ersten Schultagen im neuen Jahr häufen sich bei der GEW Sachsen-Anhalt die Hinweise auf Probleme an den Berufsbildenden Schulen im Land. Aufgrund des hohen Anteils an Abschlussklassen berichten zahlreiche Kolleg*innen dort von vollen Schulen. Zur Vermeidung der teils langen Anfahrtswege und zur Einhaltung des Abstandsgebots bei der Schülerschaft und den Lehrkräften wären eine weitere Ausweitung und Kontrolle des Distanzunterrichts auch an dieser Schulform sinnvoll.

An den Berufsbildenden Schulen reisen die Schüler*innen aus verschiedenen Regionen mitunter sogar länderübergreifend an. Durch die hohe Anzahl an Abschlussklassen sind auch beinahe alle Lehrkräfte ständig vor Ort. Das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln ist daher nach wie vor an vielen Schulen äußerst schwierig.

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Gesundheitsschutz muss an Bildungseinrichtungen oberste Priorität haben

Die GEW Sachsen-Anhalt fordert die Landesregierung auf, nach dem 11. Januar 2021 keinesfalls sofort zum vollständigen Präsenzunterricht zurückzukehren. Neben einer Kontinuität des Schulbetriebes geht es vor allem darum, den Gesundheitsschutz für Lehrende und Lernende zu garantieren. Dazu gehört unter anderem, die Abstandsregeln auch im Schulbetrieb zu gewährleisten. Die Wochen vor Weihnachten und weitere wissenschaftliche Untersuchungen haben sehr deutlich gezeigt, dass Infektionen mit Covid 19 sehr wohl in der Schule übertragen werden und das Erkrankungsrisiko erhöhen.

Deshalb kommt für die GEW in den nächsten Wochen allerhöchstens ein Wechselmodell in Frage, bei dem die Hälfte oder ein Drittel der Schüler*innen in der Schule ist und die jeweils anderen zu Hause arbeiten. Schüler*innen können bei diesem Modell umfassend beim Lernen begleitet werden. Sie sind in regelmäßigen Abständen in der Schule und erhalten Aufgaben zum Selbstlernen für die häusliche Arbeit, die bei der nächsten Präsenzphase verglichen bzw. bewertet werden können. Eine Rückmeldung durch die Lehrkräfte ist stets möglich. Damit funktioniert dieses Modell auch, wenn die digitale Infrastruktur an der jeweiligen Schule nicht oder nur sehr unzureichend ausgeprägt ist, wovon man nach den bisherigen Erfahrungen ausgehen muss. 

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Corona-Schutz in Kitas gewährleisten - GEW richtet sich mit Offenem Brief an Sozialministerin

Weil das Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt und bundesweit nicht zurückgeht, hat sich die GEW Sachsen-Anhalt heute mit einem Offenen Brief an die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration gewandt. Darin wird die große Verunsicherung der Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen dargestellt und ein abgestimmter einheitlicher Hygieneplan für alle Einrichtungen angemahnt. Als Präventionsmaßnahmen schlägt die GEW eine bessere Versorgung mit Schutzmasken, mehr Schnelltests sowie die Schließung der Einrichtungen über den Jahreswechsel vor.

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