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Für den Kita-Regelbetrieb fehlt Personal in erheblichem Umfang

Die GEW Sachsen-Anhalt sieht die von Sozialministerin Grimm-Benne angekündigte vollständige Öffnung der Kindertageseinrichtungen und Horte zum 2. Juni 2020 mit Sorge. Unter den vorgesehenen Hygieneauflagen wird das vorhandene Personal für den Regelbetrieb keinesfalls ausreichen. Unstrittig ist, dass der Gesundheitsschutz der Beschäftigten und Kinder weiterhin im Vordergrund stehen muss.

Bereits zu Beginn der Notversorgung in den Kindertagesstätten und Horten war klar, dass Öffnungen gravierende Änderungen mit sich bringen würden. Die jetzt notwendigen Schutzmaßnahmen wirken sich unmittelbar auf die pädagogischen Abläufe aus. Zudem müssen Risikogruppen besonders geschützt werden. Deshalb geht die GEW Sachsen-Anhalt davon aus, dass zu wenig Personal für einen Regelbetrieb zur Verfügung steht. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen versuchen engagiert, den Bedürfnissen von Kindern und Eltern unter den gegebenen Bedingungen nachzukommen. Sie sehen sich aber bei einem Regelbetrieb zunehmend nicht mehr in der Lage, die strengen Auflagen zu erfüllen“, sagte die Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth, in einer ersten Reaktion auf die Ankündigungen.

Bereits vor der Corona-Krise hatte die GEW vielfach auf die angespannte Personalsituation in den Kitas hingewiesen. Unter den aktuellen Bedingungen werde sich die Situation deutlich verschärfen. „Das führt zu erheblicher Verunsicherung und auch zu großer Sorge bei den Beschäftigten. Gesundheitsschutz muss oberste Priorität haben!“, so Gerth weiter. „Nach unserer Einschätzung sind die Ressourcen für eine vollständige Erfüllung aller Bedarfe gar nicht vorhanden. Wir befürchten, dass Erzieherinnen und Erzieher sowie Kita-Leitungen mit den Problemen allein gelassen werden.“

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