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Studiengebühren abschaffen und Grundfinanzierung der Hochschulen stärken

Presseberichte zitieren Wissenschaftsminister Armin Willingmann mit der Einschätzung, dass Langzeitstudiengebühren ihre beabsichtigte Steuerwirkung nicht entfalten. Die GEW sieht sich damit in eigenen Prognosen bestätigt und spricht sich mit Nachdruck für die Abschaffung der Studiengebühren aus. Wichtig für Hochschulen wie für Studierende wäre zudem das Signal, die Grundfinanzierung der Hochschulen dauerhaft auszubauen.
Eine Überschreitung der Regelstudienzeit kann sehr viele Gründe haben. Oftmals seien nach Einschätzung der GEW aber hohe Belastungen durch die eigene Finanzierung des Studiums, durch längere Krankheiten oder die Pflege von Familienangehörigen ausschlaggebend. Die Aussagen des Wissenschaftsministers deuten an, dass sich diese Verzögerungsgründe auch durch drohende finanzielle Sanktion nicht aus der Welt schaffen lassen. Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, erklärte dazu:

„Wenn das Wissenschaftsministerium die Langzeitstudiengebühren abschaffen will, wird die GEW das nach Kräften unterstützen. Davon würden nicht nur Studierende profitieren, die ohnehin zeitlich und finanziell stark belastet sind, sondern es würden auch die Verwaltungen der Hochschulen entlastet.“ Ergänzend regte sie an, die Angebote der Studien- und Berufsberatung vor und während des Studiums weiter zu intensivieren.
In diesem Zusammenhang müsse aber auch der Blick auf die generellen Finanzierungsbedingungen der akademischen Einrichtungen gerichtet werden. Hier sei über viele Jahre an der Grundfinanzierung der Hochschulen gespart worden, was zwangsläufig zulasten der Planungssicherheit ginge. „Lehre, Studium und Forschung auf einem konstant hohen Niveau kosten natürlich Geld. Aber dieses Geld sichert eben auch die bestmögliche Betreuung der Studierenden und damit die Einhaltung der vorgesehenen Studienzeiten. Zudem kann so das Signal an junge Menschen gesandt werden, nach Sachsen-Anhalt zu kommen, um hier zu studieren, zu arbeiten und zu bleiben“, sagte Gerth. Insofern seien alle den Bildungsbereich betreffenden Kosten- und Einspardebatten der letzten Wochen kontraproduktiv.

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