Termine | Veranstaltungen

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
20
21
22
23
24
26
29
30
31
12_gew.png  

 


Alle Kraft für mehr Lehrkräfte, Belastungen senken

Nach den heute vom Bildungsministerium Sachsen-Anhalt vorgelegten Zahlen ist die offizielle Unterrichtsversorgung im Land auf unter 100 Prozent abgestürzt. Das Hauptproblem liegt immer noch in der mangelhaften personellen Ausstattung der Schulen. Die GEW Sachsen-Anhalt sieht daher weiter dringenden Bedarf – und auch Möglichkeiten – bedeutend mehr Lehrkräfte zu gewinnen.

Das Ministerium listet einige Gründe für den neuerlichen dramatischen Abfall der Unterrichtsversorgung auf: Neben mehr Eltern- und Mutterschutzzeiten sowie Langzeiterkrankten werden dabei auch die steigenden Schülerzahlen aufgeführt. Nach Berechnungen der GEW benötigen allein die knapp 1.000 Schülerinnen und Schüler mehr in diesem Schuljahr etwa 60 zusätzliche Lehrkräfte. Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, sagte dazu heute in Magdeburg: „Die steigenden Schülerzahlen sind nicht vom Himmel gefallen, aber selbst ohne diesen zusätzlichen Bedarf läge die Unterrichtsversorgung unter 100 Prozent. Diese skandalöse Entwicklung kann der Bildungsminister bisher allenfalls etwas bremsen, eine Umkehr ist aber nach wie vor nicht in Sicht.“

Überträgt man die Ausfallquoten der letzten Jahre auf die jetzige schlechte Grundversorgung, werden in diesem Schuljahr wahrscheinlich fünf Prozent des Unterrichts ersatzlos ausfallen. Im Laufe einer zehnjährigen Schulkarriere entspricht dies genau einem halben Schuljahr. „Dies lässt die Bemühungen für mehr Schulerfolg und für weniger Schulabgänger ohne Abschluss vielfach ins Leere laufen. Alle Ankündigungen, in diesem Zusammenhang über neuerliche bedarfsmindernde Maßnahmen nachzudenken, werden das Problem nicht lösen, sondern weiter verschärfen“, ergänzte Gerth und kündigte den entschiedenen Widerstand der GEW gegen solche Pläne an. Stattdessen wäre eine Senkung der gegenwärtigen Belastungen angezeigt, mit der auch der hohen Zahl der Langzeiterkrankten entgegengewirkt werden könnte.

Die GEW sieht bei der Gewinnung neuer Lehrkräfte weiterhin Potential und ist gern bereit, ihre Expertise in Gesprächen mit dem Land einzubringen.

Drucken E-Mail

Don't have an account yet? Register Now!

Sign in to your account