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Diskussion zur Arbeitszeit der Lehrkräfte

Neben den Forderungen nach mehr Geld, die wir in der kommenden Tarifrunde 2019 aufmachen, werden Fragen zur Arbeitszeit immer mehr intensiv diskutiert. Aus unserer Sicht sind es genau die ungeklärten Probleme und Fragen der Arbeitszeit, die immer wieder zu erheblichen Belastungssituationen für die Einzelne oder den Einzelnen und für ganze Kollegien führen. Oftmals kann an der Schule keine Abhilfe geschaffen werden, im Gegenteil, die Schule muss mit immer weniger Personal neue Aufgaben verteilen. 

Wir haben uns deshalb auf unserer Delegiertenkonferenz Ende November sehr intensiv mit dem Thema Arbeitszeit von Lehrkräften befasst und werden dieses Thema im Jahr 2019 in den Fokus rücken.

Die GEW steht auf dem Standpunkt, dass Personalmangel keinesfalls der Grund für immer weitere Arbeitsverdichtung sein kann, ohne dass für entsprechende Ausgleiche gesorgt wird. Gerade jetzt, wo unsere Arbeitgeber bzw. Dienstherrn über massenhafte Überstunden nachdenken, muss es immer auch um Entlastung gehen. Grundsätzlich muss über die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung verhandelt werden, auch wenn das nicht sofort umsetzbar sein wird. Trotzdem werden wir jetzt die Weichen dafür stellen.

Insofern umfassen die Forderungen der GEW viele Aspekte des Themas Arbeitszeit:
Wir fordern Änderungen in der Arbeitszeitverordnung für Lehrkräfte und im so genannten Flexi-Erlass, u.a.

  • die Anerkennung übermäßiger Aufsichtszeiten als Mehrarbeit,
  • die Erhöhung der Anrechnungsstunden für be-sondere Belastungen auf mindestens 1,5 je Klasse in allen Schulformen und mindestens 2,5 je Klasse in der Qualifikationsphase,
  • eine Entlastung für integrativ unterrichtende Lehrkräfte um mindestens 2 Stunden,
  • die Anerkennung von Reisezeiten als Arbeitszeit,
  • die Gleichbehandlung aller Schulformen, insbesondere auch der BbS, bei Arbeitszeitfragen u.a. in Bezug auf Prüfungen, Unterricht in der Qualifikationsphase, bei der wöchentlichen Arbeitszeit

Wir fordern weiterhin, dass bei Mehrarbeit entweder die Bezahlung mindestens in Höhe des realen Wertes einer Unterrichtsstunde erfolgt oder wahlweise die Möglichkeit des Freizeitausgleiches besteht, bis hin zu der Möglichkeit, Mehrzeiten auf Arbeitszeitkonten anzusparen, um sich längere Freizeitphasen „zu erarbeiten“.

Wir fordern, dass Beschäftigte an Schulen in der Unterrichtszeit einen freien Tag im Jahr für Gesundheitsprävention erhalten, um entsprechende Angebote zu nutzen.

Liebe Kollegin, lieber Kollege, wir wollen mit dir und gern auch deinem ganzen Kollegium hierüber ins Gespräch kommen. Unsere Forderungen können hier unter diesem Artikel über unsere neue Kommentarfunktion diskutiert werden. Ebenso kann man uns über info@gew-sachsenanhalt.net jederzeit erreichen. Lade uns gern in deine Schule ein, damit wir mit euch diskutieren und eure Vorschläge aufnehmen können. Nutzt die Veranstaltungen unserer Kreisverbände.

Falls es notwendig sein wird, unterstütze uns aktiv in der Tarifrunde 2019. Dort geht es zwar nicht explizit um die Arbeitszeit, aber wir können dort unsere Stärke beweisen und ein deutliches Signal in Richtung Landesregierung senden. Lasst uns gemeinsam kämpfen!

Hier kann man diese Seite als GEW-Info ausdrucken.

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