Sorgen-Telefon« für Schüler, Eltern und Lehrkräfte geschaltet

Verfasst von Torsten Richter.

Pressemitteilung

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres bietet die GEW Sachsen-Anhalt erneut eine Anlaufstelle, um alle Sorgen, Nöte und Fragen rund um das Thema Schule entgegenzunehmen. In den nächsten Wochen stehen dafür jeden Mittwoch Kolleginnen und Kollegen der GEW aus den Personalräten bereit.

Die Unterrichtsversorgung ist ein zentraler Indikator für die Ausstattung des Landes mit Lehrpersonal. Die neue Landesregierung hatte sich dafür eine Zielmarke von 103 % gesetzt; in den letzten Jahren lag der reale Wert regelmäßig darunter – mit sinkender Tendenz. In diesem Schuljahr befürchtet die GEW ein Abrutschen auf unter 100 %. Dazu erklärte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt: „Obwohl die Landesregierung im Frühjahr so viele Stellen wie noch nie für den Schuldienst ausgeschrieben hat, reichen diese bei weitem nicht aus. Damit droht sich der Mangel an den Schulen weiter zu verschärfen. Einerseits konnten nicht alle diese Stellen besetzt werden, andererseits gibt es durch steigende Schülerzahlen und wachsende Belastungen einen erheblichen Mehrbedarf.“ Zudem entstünden durch manche Stellenbesetzungen neue Lücken im System – etwa wenn Pädagogische Mitarbeiterinnen jetzt als Lehrkräfte vor den Klassen stehen.

Für ein realistisches Bild der Lage brauche es den direkten Draht zu den Betroffenen vor Ort. „Nach den guten Erfahrungen vor zwei Jahren wollen wir mit der Neuauflage unseres »Sorgen-Telefons« allen Beschäftigten an den Schulen aber auch den Eltern und Schülern zur Verfügung stehen, Hilfe anbieten und ihnen zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind,“ ergänzte Gerth. Deshalb schaltet die GEW Sachsen-Anhalt beginnend mit dem 10. August immer mittwochs von 16 bis 19 Uhr unter der Nummer 0391/73 55 455 die Leitungen für das »Sorgen-Telefon« frei.

Das Angebot wird zunächst bis zum 14. September 2016 bestehen. Die GEW wird alle Anrufe, Meldungen und Probleme dokumentieren und versuchen, über ihre Personalräte oder Kontakte zu helfen oder wird entsprechende Hinweise und Tipps geben. Über das hierbei entstehende realistische Bild zum Schuljahresbeginn werden wir die Öffentlichkeit zeitnah in geeigneter Form informieren.

 

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