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Bildungsministerium plant Schul-Schließungen durch die Hintertür

Nach aktuellen Medienberichten wollen das Bildungsministerium und die CDU in Sachsen-Anhalt die Mindestvoraussetzungen für bestimmte Schulformen erheblich verschärfen. Aus Sicht der GEW drohen damit langfristig Schul-Schließungen, erhebliche Belastungen für die Lehrkräfte sowie längere Wege für Schüler*innen und Eltern. Angesichts der drängenden Probleme an den Schulen sind diese Pläne mehr als überflüssig.


Nach Bekanntwerden der Überlegungen zeigte sich die Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, Eva Gerth, äußerst überrascht: „Noch vor wenigen Wochen wurde uns zugesichert, dass es mit der neuen Verordnung keine gravierenden Änderungen geben wird. Jetzt sollen die Mindestschülerzahlen in mehreren Bereichen deutlich steigen. Das Bildungsministerium tut scheinbar alles, um die letzten Reste des Vertrauens zu zerstören.“ Die beabsichtigte Erhöhung bedrohe Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in gleicher Weise. Einen Ausweg böte dann nur die Kooperation mit anderen Schulen, teils über weite Strecken. Käme die nicht zustande, müsse zwangsläufig rückumgewandelt oder eben geschlossen werden.


Die Absicht dahinter sei klar zu erkennen. Offensichtlich wollten Bildungsministerium und CDU das Erfolgsmodell Gemeinschaftsschule mit diesem Trick loswerden. Zusätzlich sollen anscheinend auch noch die allerletzten Reserven aus dem System gepresst werden. „Dieses Vorgehen ist den Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften gegenüber höchst unverantwortlich. Das Bildungsministerium ist gut beraten, die Pläne umgehend zu stoppen. Sie sind überflüssig wie ein Kropf. Wir brauchen nicht noch mehr Unruhe im ohnehin fragilen System. Es gibt wahrlich andere große Baustellen“, schloss Gerth.

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