GEW unterstützt Proteste gegen Kahlschlag bei Pädagogischen Mitarbeiterinnen

Verfasst von Torsten Richter.

Am morgigen Freitag planen Eltern, Lehrkräfte und Pädagogischen Mitarbeiter/innen der Körperbehindertenschule Dessau-Roßlau vor dem Magdeburger Landtag einen Protest gegen die dramatischen Personalkürzungen an ihrer Schule. Die GEW Sachsen-Anhalt unterstützt die Aktion und betont die dringende Notwendigkeit eines tragfähigen und verlässlichen landesweiten Konzeptes.

Seit vergangenem Donnerstag ist klar, dass die Hälfte der Pädagogischen Mitarbeiter/innen aus der Förderschule „Schule an der Muldaue“ abgezogen wird. Ähnlich sieht es in anderen Grund- und Förderschulen aus. Mit diesen neuerlichen Einschnitten bricht die wichtige Unterstützungsarbeit an den Schulen in sich zusammen.  

Eva Gerth, amtierende Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, erklärte dazu heute in Magdeburg: „Die GEW stellt sich an die Seite des pädagogischen Personals und der Eltern, die für die Rücknahme dieses überstürzten Kahlschlags eintreten. Die Personalkonzepte der vergangenen Regierung sind überholt und dürfen nicht länger als Ausrede für blinde und rigorose Sparmaßnahmen dienen.“ Weder die verlässlichen Öffnungszeiten an den Grundschulen, noch die Beschulung und Förderung von Kindern mit Behinderungen können mit diesen Konzepten und unter diesen Umständen fachgerecht aufrechterhalten werden.

„Wir unterstützen deshalb ausdrücklich den Protest und appellieren an alle Verantwortlichen in der Landespolitik, schnellstens ein Konzept zum Einsatz von
Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorzulegen. Die im Koalitionsvertrag vorgesehenen 1.800 Stellen dürfen nicht infrage gestellt werden.“ Der sofortige Ersatz der an die Grundschulen abgeordneten Kolleginnen und Kollegen kann da nur der erste dringlichste Schritt sein. Tragfähige und an den realen Anforderungen orientierte  Planungen für den dauerhaften und verlässlichen Einsatz müssten jetzt schnellstens auf den Weg gebracht werden.

Hinweis: Morgen werden vor dem Landtag auch Marlies Wahl (Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Jugendhilfe und Sozialarbeit, 0157/84 130 554) sowie Frank Wolters (Gewerkschaftssekretär kommunale Einrichtungen, 0179/12 15 206) anwesend sein und für Presseanfragen zur Verfügung stehen.

arrow greenPresseeinladung des Protestbündnisses.

 

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