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Landtag muss bei Pädagogischen Mitarbeiterinnen handeln

Im Zusammenhang mit den Protesten von Eltern verschiedener Förderschulen appelliert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt an die Mitglieder des Landtags, umgehend dafür Sorge zu tragen, dass die Ausstattung der Schulen mit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich verbessert wird.

Durch jahrelange Versäumnisse bei der Wiederbesetzung von Stellen ist inzwischen die notwendige Förderung und adäquate Betreuung von Schülerinnen und Schülern in allen Schulformen nicht mehr gewährleistet. „Die prekäre Situation in den Förderschulen ist nur ein Teil des Problems“, erklärte dazu Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW. Fehlende oder mangelhafte Unterstützung beträfe auch Kinder in Grund-, Gemeinschafts- und Ganztagsschulen.

„Wir fordern den Landtag auf, sofort den Weg für die Einstellung von mindestens 150 Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freizumachen, um noch in diesem Jahr den derzeitigen Personalmangel zumindest zum Teil aufzulösen. Darüber hinaus muss durch ein Personalkonzept eine bedarfsgerechte Versorgung in allen Schulformen langfristig sichergestellt werden“, so Gerth weiter. Ab jetzt sei Ministerpräsident Haseloff gefordert, seinen Einfluss geltend zu machen und dafür Sorge zu tragen, dass Bildungsminister Tullner in die Lage versetzt wird, eine bedarfs- und aufgabengerechte Personalplanung vornehmen zu können. Andernfalls wären die verlässlichen Öffnungszeiten der Grundschulen auszusetzen und schwerstbehinderte Kinder im Hausunterricht zu beschulen.

Die GEW wird am kommenden Donnerstag die Protestveranstaltung der Elternvertretungen vor dem Magdeburger Landtag unterstützen. Die Landesvorsitzende steht dort für weitere Fragen der Presse zur Verfügung.

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