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Bericht über das FSJ bei der GEW

Lotta Mertens berichtet über ihr FSJ: vielseitige und kreative Aufgaben

Im Dezember 2021 bin ich im Rahmen meines FSJs zur GEW Sachsen-Anhalt gekommen. Ich bekam für das Homeoffice einen Arbeitslaptop und sogar ein Büro in der Geschäftsstelle. Für die Einfindungsphase war ich trotz Corona ein paar Wochen in Präsenz da, bevor ich mit in den Homeofficeplan aufgenommen wurde. Gleich von Anfang an wurde ich in Vieles mit einbezogen und konnte so schon an meinem dritten Tag bei einem Gespräch mit Minister Willingmann dabei sein.

Nach diesen ersten aufregenden Tagen ging es dann schon in die nächste Seminarwoche, diesmal leider online. In den Seminarwochen treffen sich die FSJler*innen und bilden sich zu politischen Themen weiter. Im Dezember behandelten wir die Themen Privilegien und Diskriminierung. Es gab Workshops zu Feminismus, LGBTQ+-Themen und zu Critical Whiteness. Diese Themen hatten wir uns in der ersten Seminarwoche im September selbst ausgesucht. Abends haben wir uns zusammengesetzt und gebastelt oder Spiele gespielt. Die Seminarwochen sind eine schöne Möglichkeit, sich mit anderen politisch Interessierten auszutauschen.

Über die Weihnachts- und Silvesterzeit habe ich viele kleine Aufgaben bekommen, wie die Zeitung EuW Korrektur zu lesen oder Briefe zu packen, um die etwas ruhigere Zeit der Ferien zu überbrücken. Ich durfte auch an einer Tarifverhandlung teilnehmen. Durch den Wegfall einer Kollegin aus dem Bereich Mitgliederservice und der Umstrukturierung dieses Tätigkeitsbereiches ist dort viel Briefverkehr angefallen, den ich zusammen mit einer studentischen Hilfskraft archiviert habe. Dies war eine eintönige, aber notwendige Aufgabe, die mich auch nach der Weihnachtspause noch lange beschäftigt hat.

Im Januar schrieb ich dann meinen ersten Artikel für die E&W „Unter 18 nie!“ und berichtete darin meinen Standpunkt zur Anstellung von Minderjährigen bei der Bundeswehr. Kreative Aufgaben haben mich schon immer gefordert, doch als ich einmal die Zahlen aus diversen Bundestagsdrucksachen gesehen hatte, fiel mir das Schreiben schon viel leichter. Besonders gefreut hat es mich, dass meine Quellen auch mit abgedruckt wurden. Ich durfte im Januar noch an mehreren anderen Gesprächen mit Minister*innen dabei sein. Außerdem begann zu dem Zeitpunkt wieder die Bewerbungsphase und ich hatte oft mit Bewerbertests oder Bewerbungsgesprächen für meinen weiteren beruflichen Werdegang zu tun.

Der Februar brachte uns ein neues, junges Gesicht in die Geschäftsstelle: Unsere Kollegin Sofia Kohler fing ihre Stelle als Gewerkschaftssekretärin an. Als Verantwortliche für die Junge GEW entschloss sie sich mit meiner Unterstützung einen Instagram-Kanal zu eröffnen. Auch nahm sie mich zu Treffen des Jungen DGBs mit und gab mir Aufgaben rund um die Mitgliederwerbung und die Junge GEW. Im Rahmen dessen beteiligte ich mich auch an diversen TV-Stud-Veranstaltungen, der 1. Mai Demonstration und einer Fortbildung zur Gewerkschaftsarbeit für junge Mitglieder.

Innerhalb des FSJs muss immer auch ein eigenverantwortliches Projekt durchgeführt werden. Meins bestand in der Organisation und Durchführung einer Fortbildungsreihe zum Thema „Digitalisierung in der Schule“. Zwei dieser Online-Veranstaltungen fanden bereits statt und kamen auch sehr gut an. Die erste Veranstaltung behandelte Digitale Tools, die innerhalb des Unterrichts verwendet werden können. Die Zweite befasste sich mit dem Unterrichtskonzept „Flipped Learning“. Die letzte Veranstaltung wird das Thema „Medienproduktion in der Schule“ behandeln. Und auch so habe ich Einblicke in viele Bereiche gehabt. Ich habe die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt und u. a. Bildvorlagen in Canva für Social-Media-Postings vorbereitet, ein Organigramm erstellt, den Presseverteiler gepflegt und auch bei Veranstaltungen unterstützt. Die drei großen Warnstreiks in der Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst der kommunalen Beschäftigten in Leipzig, Magdeburg und Halle werden mir auch in Erinnerung bleiben.

Meine FSJ-Zeit ist Ende August nun auch schon wieder vorbei. Bis dahin kann ich mich noch auf eine weitere Seminarwoche und weiter Präsenzveranstaltungen – jetzt sogar im Sommer – freuen. Ich hoffe, dass ich im September durch eine*n motivierte*n und engagierte*n FSJler*in abgelöst werde.

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