12_gew.png  

 


Landesweiter Warnstreik am 14. Februar

Hier geht es zum Warnstreikaufruf.

Vor der dritten Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am 16./17. Februar in Potsdam wollen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes Sachsen-Anhalts nochmals nachdrücklich ihre Kampfbereitschaft demonstrieren. Deshalb sind alle Beschäftigten des Landes für nächsten Dienstag, den 14. Februar 2017, zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Für diesen Tag muss auch mit Unterrichtsausfällen gerechnet werden.

Die Verhandlungen mit den Vertreter*innen der TdL hatten in den letzten beiden Runden kaum Annäherungen gebracht. Trotz weiter steigender Einnahmen zeigten sich die Länder nicht gewillt, ihre Beschäftigten an diesen Mehreinnahmen in gebührender Weise teilhaben zu lassen. „In Anbetracht der Notlage, in der sich gerade viele Schulen befinden und die zum allergrößten Teil durch zusätzliche und aufreibende Arbeit der Lehrkräfte vor Ort aufgefangen wird,

kann man die notwendigen Entgeltsteigerungen fast als eine Art Schmerzensgeld auffassen“, brachte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, die Stimmung in zahlreichen Kollegien auf den Punkt. Fehlende Lehrkräfte, Kurzzeitverträge an den Hochschulen und ein fortschreitender Abbau pädagogischer Unterstützungssysteme sorgten dafür, dass immer mehr Arbeit von immer weniger Leuten gemacht werden müsse. „Die Attraktivität des gesamten Berufsfeldes wird dadurch nicht gesteigert“, sagte Gerth weiter. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdienen derzeit schon ca. 4 Prozent weniger als die Erzieherinnen in den Kommunen.

Deshalb ruft die GEW Sachsen-Anhalt zusammen mit anderen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes alle Beschäftigten des Landes zu einem ganztägigen Warnstreik am 14. Februar 2017 sowie zur Teilnahme an der zentralen Kundgebung an diesem Tage von 11:00 bis ca. 12:30 Uhr auf dem Alten Markt in Magdeburg auf. Es werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet. Da Lehrerinnen und Lehrer einen Großteil der Beschäftigten des Landes ausmachen, ist für diesen Tag mit Unterrichtsausfall zu rechnen.

 

Für inhaltliche Fragen und Auskünfte stehen von der GEW Sachsen-Anhalt zur Verfügung:

Daniel Merbitz (Tarifsekretär) 0174/90 65 979

Interviewanfragen für den Tag des Warnstreiks bitte über den Pressesprecher Alexander Pistorius 0173/405 2008.

Drucken E-Mail

Don't have an account yet? Register Now!

Sign in to your account