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Auftakt zur Tarifrunde TvÖD 2018 - GEW bereitet Warnstreiks vor

Die erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) endete ohne Angebot der Arbeitgeber. Auf Arbeitgeberseite verhandeln der Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Die Gewerkschaften haben zum Verhandlungsauftakt ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro begründet. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten und des gravierenden Fachkräftemangels müssten die Gehälter stärker steigen als in den Jahren zuvor. Insbesondere weil die öffentlichen Kassen dank der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung Rekordeinnahmen verbuchen.Die Arbeitgeber bezeichneten die Forderungen der Gewerkschaften als nicht finanzierbar und drohten mit Stellenabbau und Privatisierungen, wenn die unteren Entgeltgruppen um 200 Euro angehoben würden. Die VKA zeigte sich auch nicht bereit die schlechtere Bezahlung der Beschäftigten im Tarifgebiet Ost endlich zu beenden. Die Jahressonderzahlung Ost liegt bei 75 Prozent des West-Niveaus.

Wenn die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen, kann es ab dem 1. März zu Warnstreiks kommen, sagte GEW-Verhandlungsführer Daniel Merbitz.

Die Verhandlungen werden am 12. und 13. März in Potsdam fortgesetzt.

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Lehrkräftebedarf an den Schulen des Landes bis 2030

Die GEW geht davon aus, dass der Einstellungsbedarf an den allgemeinbildenden Schulen bis zum Schuljahr 2030/31 um mindestens 70 Lehrkräfte pro Jahr – also um knapp 10 Prozent – unterschätzt ist.

Die realen Zustände in den Schulen, werden für die weiteren Planungen der Einstellungsbedarfe unterschätzt bzw. nicht berücksichtigt:

• die Schülerzahl, die sich nach aktuellen Daten zu den Geburten und dem Bevölkerungsstand auch in den kommenden Jahren weiter oberhalb der Prognose entwickeln wird,
• die schnell steigende Zahl von langzeiterkrankten Lehrkräften und Lehrkräften in Elternzeit, die für den Unterricht nicht zur Verfügung stehen
• der Wechsel von Lehrkräften in andere ostdeutsche Bundesländer, wenn sich die Einstellungsbedingungen dort im Wettbewerb verbessern (z.B. Verbeamtungen in Sachsen, höhere Besoldungsgruppe für Grundschullehrkräfte in Brandenburg),
• der Ersatz von Lehrkräften, die zusätzlich für die Lehrkräfteausbildung benötigt werden,
• der Ersatz der Arbeitszeit von Seiteneinsteiger/innen, die für die berufsbegleitende Qualifikation teilweise von der Unterrichtsverpflichtung freigestellt werden müssen,
• die weiteren Aufgaben, die derzeit und künftig durch die Schulen realisiert werden müssen im Rahmen der Inklusion, der Sprachförderung oder auch der Digitalisierung.
In der Folge werden in den Schulen erhebliche Einschnitte im Unterrichtsangebot oder aber „Überstundenkonten“ bei den Lehrkräften entstehen, die ausgeglichen werden müssen und somit Einfluss auf den Lehrkräftebedarf in den Jahren nach 2024 haben.

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Gezielte Förderung aller Schüler benötigt mehr Personal und Initiative


Zum Start des Programms „Leistung macht Schule“ durch den Ministerpräsidenten begrüßt die GEW Sachsen-Anhalt die Bereitstellung zusätzlicher Mittel, macht aber gleichzeitig auf die Vielzahl fehlender Lehrkräfte an nahezu allen Schulen aufmerksam. Damit fehlen auch vielerorts notwendige Fördermöglichkeiten für alle Kinder. Die weitere Überwindung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich ist jedoch ein ausgesprochen gutes Signal.


An der Förderung über zehn Jahre nehmen acht Schulen in Sachsen-Anhalt teil. Dazu erklärte Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, heute in Magdeburg: „Jeder hundertsten Schule im Lande Mittel zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler bereitzustellen, ist nicht verkehrt aber deutlich zu wenig. Allerdings begrüßen wir ausdrücklich den Ansatz einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern.“ Momentan fehle an allen Ecken und Enden des Schulsystems pädagogisches Personal in ungekannten Größenordnungen. Der Unterrichtsausfall erreiche unverantwortliche Höhen, an Förderung sei da meistens gar nicht zu denken.

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Lehrermangel konsequent und gemeinsam angehen

Die Meldungen der letzten Tage verdeutlichen die brisante Situation an den Schulen und die düsteren Aussichten. Sachsen-Anhalt steht mit der momentanen katastrophalen Situation nicht alleine. Umso mehr bedarf es jetzt schneller bundesweiter Anstrengungen, damit ein ganzes Bündel an Maßnahmen gezielt und in voller Breite wirken kann.

Zu den Pressemeldungen über eine prognostizierte Verschärfung des Lehrermangels insbesondere an den Grundschulen erklärte Eva Gerth, Vorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt, heue in Magdeburg: „Fehlende Lehrkräfte, steigende Schülerzahlen, immer mehr Aufgaben – das ist der Alltag an den Schulen in Sachsen-Anhalt und bundesweit. Und diese Spirale dreht sich rasend schnell immer weiter nach unten.“ Die Probleme seien so groß, dass sie nicht mehr alleine im stillen Kämmerlein jedes einzelnen Bundeslandes gelöst werden könnten. Auch Sachsen-Anhalt rechne nach wie vor fest mit der Gewinnung von Lehrkräften aus anderen Bundesländern.

 

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GEW verabschiedet am 30.01.2018 die 1.400. Lehrkraft seit Beginn der Legislatur

Zum Ende des Schulhalbjahres werden mehrere hundert Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt in den wohlverdienten Ruhestand treten. Nach Berechnungen der GEW werden damit seit Beginn der Legislaturperiode insgesamt mindestens 1.400 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Schuldienst ausgeschieden sein. Diese 1.400 Lehrkraft wird am Dienstag, dem 30. Januar 2018 symbolisch verabschiedet werden, um den politischen Verantwortlichen die weiterhin große Not zu verdeutlichen.

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Volksinitiative mit Weihnachtsmangelwald vor dem Landtag

Den Mangel beenden, nicht verschieben!

Wunschbaum Dez17Vertreterinnen und Vertreter der Volksinitiative "Den Mangel beenden – Unseren Kindern Zukunft geben!" trafen sich am Mittwoch, dem 20. Dezember 2017 vor dem Magdeburger Landtag und bauten dort einen WEIHNACHTSMANGELWALD auf. 14 Weihnachtsbäume – einer für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt – sollen den Mangel an Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren Schulen noch einmal deutlich machen. An den Bäumen wurden die Wünsche der Eltern, der Lehrerinnen und Lehrer, der Bürgerinnen und Bürger nach ausreichend pädagogischem Personal gehängt.

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Inklusion endlich vernünftig ausstatten, anstatt auszubremsen!

Zur Vorstellung des sogenannten Förderschulkonzeptes durch Bildungsminister Marco Tullner erklärte die Landesvorsitzende der GEW, Eva Gerth: „Die GEW geht davon aus, dass Förderschulen ein wichtiger Teil unserer Schullandschaft sind. Es wird immer Situationen geben, in denen die Expertise unserer Förderschullehrkräfte dringend gebraucht wird und in denen Kinder spezialisiert in gut ausgestatteten Förderschulen betreut werden müssen. Im Regelfall sollten die Kinder allerdings Schulen besuchen, die personell und materiell gut auf Inklusion eingestellt sind. Hiervon sind wir in Sachsen-Anhalt meilenwert entfernt.“

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