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Genauso sehen wir es. Ein Beispiel:

In einer Pressemitteilung vom 01.11.2018 erklärte die AfD-Fraktion zur  Aufnahme der Christlichen Sekundarschule Gnadau in das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage":

"Das Schulnetzwerk ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ ist ein Instrument linksliberaler Indoktrinierung, das patriotische Politik als ‚Rassismus‘ diskreditiert und letztlich vor allem einem Zweck dient: Unseren Kinder den Willen zur Verteidigung der eigenen Identität und der eigenen Interessen abzuerziehen. Immer wieder sind Schulen dieses Netzwerks durch Agitation gegen die AfD aufgefallen. Mit großer Sorge hat die AfD-Fraktion deshalb vernommen, dass sich mit der Christlichen Sekundarschule Gnadau nun eine weitere Schule diesem Netzwerk angeschlossen hat. Mittlerweile sind es allein in Sachsen-Anhalt 140 Schulen. Wir finden: Das sind 140 zu viel! .... Die Schule will die Aufnahme in das Netzwerk unter dem dümmlichen Motto ‚Wir sind bunt‘ feiern – die AfD-Fraktion im Landtag findet: Das ist kein Grund zum Feiern!"

Die AfD-Fraktion sieht sich im Recht, dies zu kritisieren und das Motto einer Festveranstaltung als dümmlich zu bezeichnen. Keinesfalls aber will sie akzeptieren, dass die Schule, ihre Lehrkräfte und ihre Schülerschaft das Recht haben, diese Kritik nicht einfach hinzunehmen. Dies wäre dann "nicht neutral". 

Schaut man sich den Inhalt der Kritik, wird das Ganze aberwitzig. Da wird eine Schule dafür kritisiert, innerhalb eines Netzwerkes keinen Rassismus an ihrer Einrichtung zu dulden. Die Verpflichtung, keinen Rassismus zu dulden, ergibt sich schlicht aus den Artikeln 1 und 3 des Grundgesetzes, dem die Schulen verpflichtet sind. Wir halten nicht das Motto der Feier für dümmlich, sondern die Auffassung, man dürfe die Aufforderung zum Ignorieren des Grundgesetzes nicht kritisieren, dies sei nicht neutral.    

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